Das Müllsammelfahrzeug der Zukunft (Silent Green)


Details zum Projekt

Projektbeginn (Monat / Jahr):
03/2017
Projektende (Monat / Jahr):
10/2019
Gesamtvolumen:
228.977,00



Projektleitung



Forschungsfelder der Hochschule


Kurzbeschreibung

Mit ihrem Green-City-Konzept verfolgt die Stadt Frankfurt am Main einen konkreten und ehrgeizigen Plan zum Ressourcen-, Klima- und Umweltschutz. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei das Abfallmanagement. Ziel einer umweltbewussten Abfallwirtschaft ist es, gefährliche Stoffe nicht in die Umwelt gelangen zu lassen, den Anteil des zu beseitigenden Abfalls zu verringern und einen immer größeren Anteil zu verwerten. Die Stadt Frankfurt am Main als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger beauftragt die FES, die Abfallentsorgung im Sinne des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes und des Hessischen Ausführungsgesetzes zum Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz sicherzustellen. Dieses Hauptziel stützt sich auf folgende Teilziele: Die Sicherung einer hohen Qualität der Leistung bei möglichst geringem Einsatz der Mittel, die Erfüllung der sozialen Verantwortung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Sicherstellung einer umweltgerechten Abfallentsorgung. Mit der getrennten Sammlung von Restmüll, Bioabfall und Papier, Pappe, Kartonagen leistet die FES bereits einen erheblichen Beitrag zu den genannten Zielen. Der Beitrag, den die FES zu einem nachhaltigen und umfassenden Umweltschutz leisten kann, muss sich bei weitem nicht auf die getrennte Müllentsorgung beschränken: Für die FES gehört es deshalb zum Selbstverständnis, den Sammelprozess zu hinterfragen und nach alternativen Konzepten zu suchen. Denn: Um die Stadt Frankfurt sauber zu halten und den Müll einzusammeln, verbraucht die FES jährlich mehrere Millionen Liter Diesel-Kraftstoff. Ein Müllsammelfahrzeug nach dem heutigen Stand der Technik verfügt i. d. R. über einen Euro-VI-Dieselmotor, welcher das Fahrzeug und alle Nebenaggregate antreibt. Das Antriebskonzept unterscheidet sich dabei kaum vom gewerblichen Langstrecken- Güterkraftverkehr. Während Innovationen und die technische Entwicklung der letzten Jahre zu einer hohen Effizienzsteigerung und deutlichen Reduzierung der Umweltbelastung von auf Landstraßen und Bundesautobahnen bewegten Nutzfahrzeugen geführt haben, gibt es im innerstädtischen Bereich noch erhebliches Einsparpotential. Dies liegt zum einen daran, dass der Motor in einem sehr ungünstigen Bereich des Verbrauchs- und Abgaskennfelds betrieben wird und andererseits an nicht rückgewinnbarer Bremsenergie. Für stationär betriebe Nutzfahrzeuge sind beide Aspekte nicht von Bedeutung, denn durch Optimierungsmaßnahmen innermotorischer bzw. antriebstechnischer Art ist eine Anpassung auf den jeweiligen Betriebsbereich möglich und Bremsvorgänge finden um Größenordnungen seltener statt. Gänzlich anders verhält sich die Sachlage im innerstädtischen Stopp- and Go-Verkehr, dem ein Müllsammelfahrzeug ausgesetzt ist.

Zuletzt aktualisiert 2019-05-03 um 10:08