Abschätzung des Einflusses von Parken-Apps auf die kommunale Verkehrsplanung


Project Details

Project start:
06/2017
Project end:
12/2017
Total project budget:
23.000,00


Scientific centers and research institutes

Research Lab for Urban Transport (ReLUT)



Principal Investigator(s)



Tags

Mobilität, Smart City



Research areas



DFG Areas



Official Statistics Areas


Abstract

Der Markt für Anwendungen für Smartphones und andere mobile Endgeräte im Bereich Parken ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Unter den Anbietern befinden sich, neben privaten und kommunalen Parkhausbetreibern, Start Ups, die das Potenzial in der Parkraumbranche erkannt haben und mit innovativen Lösungen versprechen, Parkvorgänge für Nutzende zu vereinfachen. Außerdem sind auch Anwendungen von Hard- und Softwareentwicklern und Anbietern von mobilem Payment auf dem Markt zu finden. Manche Anwendungen sprechen den Endnutzenden an und andere entwickeln Lösungen für Unternehmen. Was bei einer Markrecherche durch die Frankfurt UAS im Jahr 2016 deutlich wurde, ist eine rasante Entwicklung und ein hoher Konkurrenzdruck. Dass Unternehmen aus den unterschiedlichsten Bereichen das Thema Parken in ihre Geschäftsmodelle integrieren, ist nicht überraschend. Parken ist schon lange als wichtige Stellschraube der Stadt- und Verkehrsplanung zur Beeinflussung des Verkehrshaltens bekannt. Die Bereitstellung akzeptierter Parkstände und Stellplätze hat unmittelbaren Einfluss auf die Verkehrsstärke in den Innenstädten und somit auch auf die '- Qualität des Verkehrsflusses. Ebenso hat das Parken Einfluss auf die Verkehrsmittelwahl von Nutzerinnen und Nutzer, vor allem, in Kombination mit einem gut ausgebauten Nahverkehrsnetz. Aber auch das Ziel von Nutzerinnen und Nutzern kann sich durch ein Parkraummanagement, über zur Verfügung gestellte Parkständen und Stellplätzen oder einer entsprechenden Preisstruktur, verändern. Nutzerinnen und Nutzer, die in einem bestimmten zentralen Bereich einen Parkstand benötigen, sind bereit, für diesen Service zu bezahlen. Dementsprechend haben Unternehmen das kommerzielle Potenzial der Thematik entdeckt. Durch das Bereitstellen bzw. Zugänglichmachen neuer Parkflächen, womit verschiedene Anwendungen um Kundinnen und Kunden werben, werden teilweise kommunale Ziele umgangen. Beispielsweise werden verkehrsarme Innenstadtbereiche durch die Bereitstellung privater Stellplätze über eine Art Marktplatzsituation zu attraktiven Parkbereichen, was wiederum zu starkem Verkehrsaufkommen führt. Andererseits werden Parkflächen durch ein interaktives und aktuelles Routing leichter auffindbar und Parksuchverkehr kann vermieden werden.  ln diesem Projekt wird deshalb die Frage gestellt, in wie weit messbare Auswirkungen durch verschiedenen Anwendungen in Kommunen registriert werden. Dafür muss zuerst eine Übersicht geschaffen werden, welche konkreten Angebote die Anwendungen bewerben, wo sie räumlich anwendbar sind und welche Nutzergruppen die Angebote ansprechen. Der nächste Schritt soll Antworten auf eine existierende Forschungslücke geben. Es zeigen sich folgende Hypothesen, welche durch die Bearbeitung des Forschungsprojekts bestätigt bzw. widerlegt werden können:
  • Hypothese 1: Die entwickelten Anwendungen haben einen negativen Einfluss auf kommunale Verkehrsziele.
  • Hypothese 2: Die entwickelten Anwendungen haben einen positiven Einfluss auf kommunale Verkehrsziele.
  • Hypothese 3: Die entwickelten Anwendungen haben keinen Einfluss auf kommunale Verkehrsziele.

Last updated on 2020-15-12 at 14:37